Shabiyat: Knusprige Baklava-Taschen mit Cremefüllung

Shabiyat Baklava Mascarpone Creme Dessert

Ganz einfach erklärt: Shabiyat sind wie Baklava, nur mit Creme statt einer Nussfüllung. Post Ende … 😂
Nein, ich hab da natürlich noch mehr zu sagen. Diese kleinen Moppeds (danke Laura für diesen Ausdruck! ❤️) wirken soooo zierlich und luftig-locker. Ja fast schon leicht. Da kann man sich doch sicher gleich ein paar von gönnen. Zumindest macht ein Shabiyat Appetit auf den nächsten.

Die vielen Ebenen aus hauchdünnem Filo- bzw. Yufkateig (Du kannst notfalls auch auf Strudelteig zurückgreifen) werden jeweils durch eine Schicht aus bester Butter getrennt und geben dem Ganzen im Ofen sein Volumen. Nach dem Backen werden die noch heißen Teig-Dreiecke mit kaltem Zuckersirup abgelöscht. Allein das riecht unfassbar gut und man bekommt direkt Lust sich schon mal einen Mokka zu kochen.

Aber das war es dann noch nicht ganz: Es fehlt noch die Creme. Ursprünglich füllt man Shabiyat mit einer Puddingcreme namens „Ashta“. Ashta wird eigentlich hergestellt indem man Vollfettmilch erhitzt und mit Essig oder Zitronensäure bricht. Das bedeutet, dass sich die Molke trennt und du die Creme bzw. Pudding abschöpfen kannst. Ich kürze ab und greife zu Mascarpone. Die italienische Creme gibt es in jedem Supermarkt und wird auf die exakt gleiche Art hergestellt, nur dass hier Sahne anstatt Milch genommen wird. Mascarpone ist also fetter. 😏

Nachdem die begossenen Shabiyat abgekühlt sind, beginnt die Sauerei. Du musst die klebrigen Dinger nehmen und sie mit der mit Rosen- und Orangenblütenwasser parfümierten Creme füllen. Aber alles halb so wild – das geht eigentlich recht schnell.

Wenn du fertig bist, hast du nicht nur ein Dessert gemacht, sondern ein kleines Kunstwerk gezaubert – ein Kunstwerk, das köstlich schmeckt und dich fett macht. 😘

Rezept für ca. 12 – 15 Shabiyat

Zutaten:

Shabiyat & Füllung

  • 250 g Filo- oder Yufkateig, rechteckig oder quadratisch (notfalls geht auch Strudelteig)
  • 100 g Butter
  • 500 g Mascarpone
  • 50 ml Milch
  • 2 TL Rosenwasser
  • 1 TL Orangenblütenwasser
  • 1/2 EL Zucker
  • 15 g fein gehackte Pistazien

Zuckersirup

  • 180 g Zucker
  • 150 ml Wasser
  • 3 TL Zitronensaft
  • 2 TL Rosenwasser
  • 2 TL Orangenblütenwasser

Zubereitung:

Zuckersirup herstellen

  1. Zucker mit Wasser in einer Kasserolle unter Rühren zum Kochen bringen.
  2. Auf mittlerer Stufe den Zuckersirup ca. 5 – max. 10 Minuten einkochen.
  3. Zitronensaft, Orangenblütenwasser und Rosenwasser hinzufügen und verrühren.
  4. Zuckersirup abkühlen lassen.

Shabiyat herstellen

  1. Mascarpone mit Rosen- und Orangenblütenwasser sowie Zucker und Milch zu einer Creme rühren und anschließend kaltstellen.
  2. Butter schmelzen lassen.
  3. Ofen auf ca. 200 °C vorheizen.
  4. Ca. 8 – 10 Schichten Teig mit der geschmolzenen Butter bestreichen und übereinanderlegen. Also immer ein Blatt Teig bestreichen und darauf das nächste Blatt geben und es bestreichen. Das oberste Blatt ebenfalls mit Butter bestreichen.
  5. Je nachdem wie dein Teig bemessen ist, zerteile ihn zu ca. Quadraten mit ca. 10 cm Seitenlängen. Dafür eignet sich ein Pizzaschneider sehr gut.
  6. Quadrate zu einem Dreckeck umklappen und die Dreiecke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech auslegen. Bitte lass hierfür einen kleinen Abstand zwischen den einzelnen Dreiecken.
  7. Dreckecke mit Butter bestreichen.
  8. Shabiyat für ca. 10 – 12 Minuten im vorgeheizten Backofen goldbraun und knusprig backen.
  9. Gebackene Shabiyat sofort mit dem abgekühlten Zuckersirup begießen. Ca. 2 – 3 EL pro Dreieck. Anschließend vollständig abkühlen lassen.
  10. Abgekühlte Dreiecke vorsichtig in der Mitte leicht aufklappen und mit jeweils ca. 2 TL Creme befüllen und die Creme im Inneren mit fein gehackte Pistazien bestreuen.

Die Shabiyat sollten noch am selben Tag gegessen werden, da der Teig sonst aufweicht. Wenn dich das nicht stört, kannst du die Köstlichkeit noch ca. 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn dir die Shabiyats schmecken, solltest du unbedingt mal Layali Lubnan probieren.

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